g20k - Dilettanten gesucht

dilettarsi, ital. = sich erfreuen, herumbasteln

Monat: August 2016

Das Liederfest - Üldlaulupidu

Üld-Üldlaulupidu – das globale Liederfest

Ich versteh nur Üldlaulupidu!

Alle fünf Jahre kommen die Esten seit Mitte des 19.Jahrhunderts auf dem Üldlaulupidu zusammen. Mit hunderten Chören feiern sie sich und ihre Traditionen.

Was wäre der nächste Schritt? Geht so etwas auch weltweit? Warum nicht! Müsste halt nur genug Menschen geben, die in so einer weltweiten Menschheitsfeier einen Sinn sähen… Dilettanten und Insulaner vielleicht?

Tausende Menschen aus vielen Ländern wählen über’s Netz Chor-Stücke der verschiedensten Musik-Stile aus. Sie bereiten sich in hunderten kleiner Chöre und Bands über mehrere Monate vor. Und schließlich treffen sie sich, drei Tage lang, an dem Ort, an dem die Esten bereits diese Tradition betreiben!

Aber hier wird nicht ein Land, hier wird der Mensch an sich gefeiert! Grund gibt es genug, seine kulturellen, seine sozialen, seine wissenschaftlichen und technischen Leistungen zum Beispiel. Hier wird gefeiert, dass die Menschheit schon viel geschafft hat: Pokemon Go, in weiße Folie eingepackte Parlamentsgebäude und Eigelb aus der Tube, zum Beispiel. Ein oder zwei Dinge zu erledigen gibt es natürlich auch noch, auch darüber kann man mal sprechen. Und es geht um Gemeinsamkeiten, gemeinsame Melodien und Texte zum  Beispiel.

In 10 oder 15 Jahren möchte ich auf dem Weg zum Flughafen von Talinn im Bus sitzen. So schnell vorbei ging es, das Üld-Üldlaulupidu! Aus dem Fenster möchte ich schauen und meinen Gedanken nachhängen…

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Flow is the answer

Krass, eine Schulklasse, die konzentriert lernt, von gelegentlichem Gelächter unterbrochen. Dabei hat der Lehrer bereits vor einer Stunde den Klassenraum verlassen.
Traumhaft, ein Team, das fokussiert und gemeinschaftlich daran arbeitet, eine Aufgabe zu erfüllen. Und die Stelle des Teamleiters ist vakant.
Faszinierend… ein Kind, das statt der für die Klausur erforderlichen 30 Seiten 50 Seiten liest und lernt. Und die Eltern haben ihm nicht eingepeitscht, dass man nur mit guten Noten einen Job bekommt, später.

Ist das nicht wie Weltfrieden – schön, aber unerreichbar, herrlich naiv und überaus illusorisch?

“Ha, als ob der Mensch arbeiten und lernen wolle! Zwingen muss man ihn zu seinem Glück. Einpeitschen muss man ihm die Disziplin dazu. Und wenn man nicht kontrolliert, dann tanzen einem diese Quälgeister sowieso auf dem Kopf herum.”

“Nääää…. Flow is the answer.”

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Gefühlswelten eines INFJ?

Im hier und jetzt? INFJ-Horror

Lebe im hier und jetzt, sagen sie. Dann bist du glücklich, sagen sie. Genieße den Moment, wabert es herüber. Sei im Moment! Sei der Moment!
Schlimm, wenn sich die Einsicht von hinten anpirscht, wie weit man davon entfernt ist, vom “hier” oder vom “jetzt”. Und je mehr einem die Gedanken dazu durch den Kopf schießen, desto mehr fasziniert, auf wie viele unterschiedliche Arten und weisen man von diesem “hier und jetzt” entfernt sein kann. Zudem beginnt man die Aufforderung herumzudrehen: “Muss es denn immer automatisch schlecht sein, nicht im “hier und jetzt” zu sein? Kann es vielleicht sogar Biografien, über Jahre gewachsene Erfahrungsstränge, geben, die es unmöglich machen, ins “hier und jetzt” zurückzukehren? Und ist das vielleicht auch gut so?

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