g20k - Dilettanten gesucht

dilettarsi, ital. = sich erfreuen, herumbasteln

Monat: Oktober 2016

Coitus Interruptus; Scene from Lost Highway by David Lynch

Coitus Interruptus – ein bemerkenswertes Selbstgespräch VI

Plot: Ein Coitus Interruptus führt den Protagonisten zum erlösenden Showdown. Und was ist mit Dick Lorent?

Hinweis: Diese Episode ist Bestandteil zweier Erzählungen – die Blog-Erzählform macht’s möglich! Entsprechend möchte ich die Inhalte nicht kopieren, sondern markiere bei Bedarf an den Überschriften, auf welche der zwei Rahmenhandlungen sich der Abschnitt bezieht. D.h. alle, die gerade der Erzählung “Grandhotel California” folgen, sollten die Abschnitte mit “Entwicklungsaufgaben” auslassen – und umgekehrt.

Vorspann

“Und schau Dir ihre geschmückten Höhlen an! Sehen sie nicht wie ein Hort des Wohlbehaltenseins aus im Vergleich zu deiner kärglichen Behausung? Sie laden dich ein Rast zu machen. Sie laden dich ein, Kinder in die Welt zu setzen. Zum Bleiben laden sie dich ein. Sie lassen deine wilden Ideale verblassen und tauschen sie ein gegen einen Schutzraum der Geborgenheit.

Die Weibchen, sie laufen zur Hochform auf, wenn sie organisieren, mit der Dorfgemeinschaft im Gespräch bleiben, Beziehungen knüpfen und durch Kooperation das tägliche Leben erleichtern. Stets sind sie eifrig auf guten Ruf und Status bedacht, eisern das Familien-Regiment in der Hand.”

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Spatzen bei der Fortpflanzung

Fortpflanzung – ein bemerkenswertes Selbstgespräch V

Plot: Durch und durch biologistisch, dieser Barkeeper! Der Protagonist versucht dagegenzuhalten, mit Kultur, Wissenschaft und Freundschaft.

Vorspann

„Biologistisch nennst du mich also… Schau dich doch bitte mal an! Was meinst DU denn, worum es geht? Kultur, Bildung, Fortschritt, Wissenschaft, platonische Liebe und Freundschaft?“ fragt er mit gespielt ernstem Gesichtsausdruck, den er immer weniger aufrecht erhalten kann, je mehr ich abwägend seitlich mit dem Kopf wippe. Als das Wippen unter spöttischen Blicken schließlich in ein zögerliches Nicken übergeht, prustet mein Gegenüber heraus, steigert sich in schallendes, geradezu hysterisches Gelächter und verschwindet, sich die Knie haltend vor Lachen hinter dem Tresen. Kurze Zeit später taucht er wieder auf wie ein U-Boot, mit immer noch puterrotem Gesicht. Mit seinem Einstecktuch wischt er sich die Tränen aus den Augen.

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Ist es biologistisch, wenn man bei eigentümlichen Verhaltensweisen immer mal wieder an den Alltag des Homo Erectus denkt?

Biologistisch? – Ein bemerkenswertes Selbstgespräch IV

Plot: Durch und durch biologistisch, dieser Barkeeper! Der Protagonist versucht dagegenzuhalten. Mit Kultur… und Wissenschaft und… und mit Freundschaft!

Vorspann

Ich will erneut einen kräftigen Zug auf diese ganze Seelenschau nehmen, da fällt mir auf, dass sich mein Kiefer ganz anders anfühlt. Als ich aufblicke, schaut aus dem verspiegelten Glas der Bar ein Urzeit-Mensch zurück. Dunkelhäutig, nackt, mit haariger Brust. Wie ein Nymphen-Sittich, der beim Blick in den Spiegel nicht sicher ist, ob es tatsächlich er selbst ist, den er da vor sich hat, wende ich den Kopf und schneide Grimassen. Der vermenschlichte Affe auf der anderen Seite tut das Gleiche.

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Neurotrophin-3, Neuronenwachstum stimulierendes Protein, das vermehrt produziert wird, wenn man verliebt ist.

Verliebt – Ein bemerkenswertes Selbstgespräch III

Plot: “Verliebt sein” – ist das das Anfänger-Streichorchester oder tanzen wir hier gerade zu einer Filmmusik von Stephen King?

Vorspann

Ehe ich zu einem „Joah…“ ansetzen kann, finde ich mich in einem viktorianischen Ballsaal wieder, genau genommen: dem Ballsaal aus Stanley Kubricks Overlook-Hotel. Der Barkeeper in rotem Tuxedo, bleich und mit von Pomade glänzendem schwarzem Haar, jetzt fast menschlich, grinst mich an: „Ich hab mir auch mal was Bequemeres angezogen“.

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