In diesem Artikel werden die mal mehr mal weniger konkreten Ziele von g20k aufgeführt. Die wichtigsten Stichworte sind hierbei Selbstbestimmtheit, Spaß und Sinn – vor allem in Bezug auf Wissenschaft ( + Technik und Lehre), Kultur, Politik und Wirtschaft.


Jetzt bloß kein Geschwurbel!
Kein “Der Weg ist das Ziel” oder so!
Ach ja, lass den Pathos stecken!
Und immer schön konkret bleiben, bitte!
Los geht’s, Ziele!

Mehr Zeit mit dem verbringen, was einem wichtig ist

Gehst Du in Deiner Arbeit auf? Das hat in der Regel zwei Komponenten:

  • Macht sie Dir Spaß? Vergeht die Zeit oft im Fluge? Beschäftigst Du Dich mit Themen, mit denen Du Dich gern beschäftigst?
  • Ergibt Deine Arbeit für Dich Sinn? Ist das Ziel Deiner Firma auch Dein Ziel? Wächst Du durch Deine Arbeit? Verändert sie Dich positiv? Hinterlässt Du durch Deine Arbeit Spuren, auf die Du z.B. auf dem Sterbebett stolz sein kannst?

g20k stößt solche Fragen an und unterstützt Schritt für Schritt dabei, Spaß bei der Arbeit zu haben und in der Arbeit Sinn und positive Veränderung zu empfinden.
Sinn hat dabei immer auch etwas mit der Förderung des Gemeinwohls zu tun.

Herausfinden, was einem Spaß macht und wichtig ist

Wir werden schon früh darauf vorbereitet, dass das Leben eine todernste eher sinnfreie Angelegenheit ist. Dienst Dienst und Schnaps ist Schnaps und man darf froh sein, wenn man überhaupt Geld verdient. Dabei auch  noch so etwas wie Sinn empfinden zu wollen – purer Luxus! Auch Schule und Uni sind lediglich Vorbereitung auf das Geld-Verdienen. Kein Wunder also, dass viele gar nicht mehr wissen, was ihnen eigentlich Spaß macht und noch viel weniger die Zeit fanden, über so etwas wie _Sinn_ nachzudenken. Sinn hat hierbei für g20k nicht zuletzt etwas mit der Förderung des Gemeinwohls zu tun.

g20k hilft konkret dabei, herauszufinden, was Spaß macht und wo Talente liegen – einfach durch Ausprobieren, Machen, sich Feedback geben.

Selbstbestimmte Lebens- und Arbeitsformen fördern

Dazu gehören zunächst Konzepte wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen, da diese den Arbeitnehmer überhaupt erst in die Position bringen würden, wirklich ohne Pokerface, die eigene Existenz betreffend, verhandeln zu können.
Dazu kommen Arbeitsformen wie teil-autonome Arbeitsgruppen, agile Ansätze (Scrum, Kanban, Generalisierungen dieser Ansätze über den Software-Bereich hinaus), emergent leadership und alles sonst, was Menschen die Möglichkeit gibt, nicht ein stimmloses Rädchen in einem Getriebe, sondern Teil einer Unternehmung zu sein.

Dieses selbstbestimmte Menschenbild verteidigen

Betrachtet man das Zusammespiel von Wirtschaft, Staat und dem Einzelnen, dann stellt man fest, dass Letzterer gern mal unter die Räder gerät…

Ein weiteres Ziel von g20k ist deshalb, dort mit Staat und Wirtschaft zusammenzuarbeiten, wo es sinnvoll erscheint, aber im Einzelfall auch am Rande des Gesetztes zu geistvollen Maßnahmen zu greifen, um auf Missstände aufmerksam zu machen und Menschen zu ihrer Selbstbestimmtheit zu verhelfen. Vorbild hierfür sind beispielsweise Aktionen des Zentrums für politische Schönheit.

Das Miteinander von Wissenschaft (mit Lehre und Anwendung = Technik), Kultur, Wirtschaft und Politik fördern

Stellen wir uns ein paar Jugendliche auf einer einsamen Insel vor. Mal abgesehen von Film-Plots aus den Bereichen Drama, Mystery oder Thriller müssen sie

  • ihre Umgebung entdecken und erforschen (Wissenschaft),
  • das Wissen einander weitergeben (Lehre) und
  • es nutzbar machen (Technik),
  • sich selbst und das Erlebte dem anderen und sich selbst gegenüber ausdrücken (Kunst),
  • Verhaltensregeln festlegen (Politik) und schließlich
  • Gefundenes zum beidseitigen Wohle tauschen und teilen (Wirtschaft).

g20k sieht diesen Planeten als ziemlich große Insel an, auf der 7,4 Insulaner leben. Sind diese Bereiche in den Medien und in den Köpfen vertreten? Beschäftigen sie uns? Haben sie die Bedeutung, die sie brauchen?

Selbstbestimmt – das gilt auch für Menschen, denen es nicht so leicht fällt, im Leben Fuß zu fassen

“Ich weiß, dass ich gut bin. Aber ich weiß, dass man es mir hier nur glaubt, wenn ich auch ein Uni-Zeugnis habe. Also sag ich einfach, dass ich eins hätte!”

Heute betreibt die bewundernswerte Person, von der das Zitat stammt, erfolgreich ein Atelier und macht Ausstellungen.

Es gibt aber auch andere Menschen, die haben ein Uni-Zeugnis und denken trotzdem an allen Ecken, dass weder das Leben mit ihnen, noch dass sie mit dem Leben etwas anfangen könnten.

Um den ersten Schlag Mensch braucht man sich wenig zu kümmern. Eher kann man sich immer mal wieder eine dicke Scheibe von ihm abschneiden.
Um den zweiten Schlag Mensch müssen wir uns kümmern! Auch, weil diese Menschen Erfahrungen und Stärken haben, die sie erst dann ausspielen können, wenn man ihnen hilft, das Leben zurückzuerobern.

Selbstbestimmt – das gilt auch für Menschen aus anderen Ländern

g20k glaubt, dass es nicht so sehr ein Land oder ein Kulturkreis ist, der Menschen zusammenschweißt. Vielmehr dürfte es eine ähnliche Bildung, ähnliche Erfahrungen und ein ähnlich weiter Horizont sein, der Menschen ein Gefühl von Vertrautheit gibt.

Entsprechend kann g20k auch ein internationales Netzwerk sein, jeweils national selbstbestimmt, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Themenfeldern. Auch die Grenze des Gesetztes, die wir durch oben beschriebene Maßnahmen gerne mal etwas ausdehnen und herausfordern, wird national verschieden – und in dieser Verschiedenheit zu respektieren – sein.

Selbstbestimmtheit ist immer relativ zum aktuellen Kontext, jedoch gibt es kein “zu viel davon”.

Experimentieren – mit wenigen Tabus

Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!
Goran Kikic

Vieles, was wir als fest und unumstößlich betrachten, ist es gar nicht. Entsprechend ermuntert g20k dazu, neue Wege auszuprobieren und Tabus in Frage zu stellen. Viele interessante Projekte und Erfahrungen entstehen dort, wo man das Selbstverständliche hinterfragt. Ist die Schriftsprache schon der Weisheit letzter Schluss?  Warum müssen Unternehmen eigentlich immer Glasbetonkästen in die Landschaft stellen? Muss das so sein, dass einem immer eine Führungskraft vor die Nase gesetzt wird? Gibt es Alternativen zum langweiligen Mutter-Vater-Kind-Spielen?

Was bedeutet es, ein wissenschaftliches Mindset gerade auf solche Bereiche anzuwenden?

Demonstrieren ohne zu demonstrieren

g20k ist der Ansicht, dass klassische Demonstrationen hoffnungslos altmodisch sind. Zudem erscheint es g20k wenig sinnvoll, _gegen_ etwas zu sein, ohne gleichzeitig _für_ etwas zu sein. Insofern wird g20k immer versuchen, durch das praktische Realisieren und Vorleben von Prototypen und Projekten auf seine Positionen aufmerksam zu machen. Mit stumpfen Aufforderungen (“Esst Gemüse!”) oder gar Verboten (“Esst keine Tiere!”) lassen sich nur die wenigsten hinter dem Ofen hervorholen.

Menschen zusammenbringen

g20k hat das Ziel, Menschen mit all diesen Zielen zusammenzubringen. Wäre doch spannend zu schauen, welche spannenden Diskussionen und Projekte daraus entstehen könnten?!