g20k - Dilettanten gesucht

dilettarsi, ital. = sich erfreuen, herumbasteln

Kategorie: Entwicklungsaufgaben (Seite 2 von 3)

Edward Scissorhands by Squiddy Johnson, fotografiert von MsSaraKelly; Shared under Creative Commons BY 2.0; Bildung, zumal die von heute, kann einen ganz schön trübe dreinschauen lassen

Bildung am ZIEL – Entwicklungsaufgaben XVI

Exkurse: Bildung als Kombination einer „Basis-Ausbildung“ und lebenslang vielen verschiedenen Impulsen, wieder etwas Neues kennenzulernen; positive Automatisierung
Plot:
Bei einem Spaziergang über den Herbstmarkt rückt Hugo unfreiwillig ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

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Eine Teslaspule (hier nicht Nicola Tesla) erzeugt mehrere 10.000 Volt Spannung. Eine in ein Kettenhemd gekleidete Person überträgt diese Spannung in Richtung eines metallenen Käfigs. Durch den Effekt des Faraday'schen Käfigs bleiben alle unverletzt. Licensed by Roadbrothers under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

Nikola und Nicola Tesla – Entwicklungsaufgaben XV

Plot: Nicola Tesla hat in diesem Jahr zusammen mit anderen die Mode auf dem Herbstfest zelebriert.
Exkurse: Warum sind Spieltrieb und Begeisterung einerseits und Geld verdienen andererseits kein Widerspruch?

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Tiny Houses

Turm der Tiny Houses – Entwicklungsaufgaben XIV

Plot: Hugo und Kati nähern sich „dem Waldscraper“
Exkurse: Tiny Houses, Zukunft des Bauens, Agile Architektur, Small House Movement

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Auto im und als Wohnzimmer: voll von der Rolle https://pixabay.com/de/users/delphin-41600/

Von der Rolle – Entwicklungsaufgaben XIII

Plot: Hugo ist noch komplett von der Rolle, was den seltsamen Traum betrifft, den er hatte.
Exkurse: Mobilität der Zukunft, Erste Hilfe, Friendzone

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Coitus Interruptus; Scene from Lost Highway by David Lynch

Coitus Interruptus – ein bemerkenswertes Selbstgespräch VI

Plot: Ein Coitus Interruptus führt den Protagonisten zum erlösenden Showdown. Und was ist mit Dick Lorent?

Hinweis: Diese Episode ist Bestandteil zweier Erzählungen – die Blog-Erzählform macht’s möglich! Entsprechend möchte ich die Inhalte nicht kopieren, sondern markiere bei Bedarf an den Überschriften, auf welche der zwei Rahmenhandlungen sich der Abschnitt bezieht. D.h. alle, die gerade der Erzählung „Grandhotel California“ folgen, sollten die Abschnitte mit „Entwicklungsaufgaben“ auslassen – und umgekehrt.

Vorspann

„Und schau Dir ihre geschmückten Höhlen an! Sehen sie nicht wie ein Hort des Wohlbehaltenseins aus im Vergleich zu deiner kärglichen Behausung? Sie laden dich ein Rast zu machen. Sie laden dich ein, Kinder in die Welt zu setzen. Zum Bleiben laden sie dich ein. Sie lassen deine wilden Ideale verblassen und tauschen sie ein gegen einen Schutzraum der Geborgenheit.

Die Weibchen, sie laufen zur Hochform auf, wenn sie organisieren, mit der Dorfgemeinschaft im Gespräch bleiben, Beziehungen knüpfen und durch Kooperation das tägliche Leben erleichtern. Stets sind sie eifrig auf guten Ruf und Status bedacht, eisern das Familien-Regiment in der Hand.“

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Spatzen bei der Fortpflanzung

Fortpflanzung – ein bemerkenswertes Selbstgespräch V

Plot: Durch und durch biologistisch, dieser Barkeeper! Der Protagonist versucht dagegenzuhalten, mit Kultur, Wissenschaft und Freundschaft.

Vorspann

„Biologistisch nennst du mich also… Schau dich doch bitte mal an! Was meinst DU denn, worum es geht? Kultur, Bildung, Fortschritt, Wissenschaft, platonische Liebe und Freundschaft?“ fragt er mit gespielt ernstem Gesichtsausdruck, den er immer weniger aufrecht erhalten kann, je mehr ich abwägend seitlich mit dem Kopf wippe. Als das Wippen unter spöttischen Blicken schließlich in ein zögerliches Nicken übergeht, prustet mein Gegenüber heraus, steigert sich in schallendes, geradezu hysterisches Gelächter und verschwindet, sich die Knie haltend vor Lachen hinter dem Tresen. Kurze Zeit später taucht er wieder auf wie ein U-Boot, mit immer noch puterrotem Gesicht. Mit seinem Einstecktuch wischt er sich die Tränen aus den Augen.

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Ist es biologistisch, wenn man bei eigentümlichen Verhaltensweisen immer mal wieder an den Alltag des Homo Erectus denkt?

Biologistisch? – Ein bemerkenswertes Selbstgespräch IV

Plot: Durch und durch biologistisch, dieser Barkeeper! Der Protagonist versucht dagegenzuhalten. Mit Kultur… und Wissenschaft und… und mit Freundschaft!

Vorspann

Ich will erneut einen kräftigen Zug auf diese ganze Seelenschau nehmen, da fällt mir auf, dass sich mein Kiefer ganz anders anfühlt. Als ich aufblicke, schaut aus dem verspiegelten Glas der Bar ein Urzeit-Mensch zurück. Dunkelhäutig, nackt, mit haariger Brust. Wie ein Nymphen-Sittich, der beim Blick in den Spiegel nicht sicher ist, ob es tatsächlich er selbst ist, den er da vor sich hat, wende ich den Kopf und schneide Grimassen. Der vermenschlichte Affe auf der anderen Seite tut das Gleiche.

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Neurotrophin-3, Neuronenwachstum stimulierendes Protein, das vermehrt produziert wird, wenn man verliebt ist.

Verliebt – Ein bemerkenswertes Selbstgespräch III

Plot: „Verliebt sein“ – ist das das Anfänger-Streichorchester oder tanzen wir hier gerade zu einer Filmmusik von Stephen King?

Vorspann

Ehe ich zu einem „Joah…“ ansetzen kann, finde ich mich in einem viktorianischen Ballsaal wieder, genau genommen: dem Ballsaal aus Stanley Kubricks Overlook-Hotel. Der Barkeeper in rotem Tuxedo, bleich und mit von Pomade glänzendem schwarzem Haar, jetzt fast menschlich, grinst mich an: „Ich hab mir auch mal was Bequemeres angezogen“.

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Gehirn, insbesondere Großhirn und Limbisches System

Hypodingsbums – Ein bemerkenswertes Selbstgespräch II

Plot: Der Protagonist führt dank Zuführung psychotroper Substanzen ein Gespräch der anderen Art. Sein Limbisches System ist daran nicht ganz unbeteiligt.

Hinweis: Diese und die folgenden Episoden sind Bestandteil zweier Erzählungen – die Blog-Erzählform macht’s möglich! Entsprechend möchte ich die Inhalte nicht kopieren, sondern markiere bei Bedarf an den Überschriften, auf welche der zwei Rahmenhandlungen sich der Abschnitt bezieht. D.h. alle, die gerade der Erzählung „Grandhotel California“ folgen, sollten die Abschnitte mit „Entwicklungsaufgaben“ auslassen – und umgekehrt.

Vorspann [Grandhotel California]

Vor meinen Augen beginnt es regenbbogenfarben zu schillern. Meine Knie werden weich und während ich nach hinten taumle und falle, spüre ich die meinen Fall etwas bremsenden stützenden Hände der Rezeptionistin. Nachdem ich etwas Sandsack-ähnlich auf dem Boden aufgesessen bin, haucht sie mir mit dämonischem Lächeln ein „have a wonderful time“ ins Ohr.

Vorspann [Entwicklungsaufgaben]

Ich lächle und mache eine allseits grüßende Handbewegung. Noch bevor ich etwas sagen kann, ist Hugo schon aufgestanden und poltert auf mich zu mit einem „Ayo! So pünktlich heute? Hab noch gar nicht mit Dir gerechnet!“ Leise fügt er hinten an:“ Und wenn Du etwas über gestern verrätst, dann… du weißt, was mit Dick Lorent passiert ist!

Zwischenspiel [Entwicklungsaufgaben]

Die folgende Kurzgeschichte ist dank eines ausgelassenen Nachmittags entstanden, an dem wir im Earthship des Walddorfs das Ergebnis der neuen Pilz-Züchtung ausprobiert haben. Die Erlebnisse dieses Nachmittags und Abends haben mich lange verfolgt und mich dazu veranlasst, den folgenden Text zu verfassen. Ich danke Max, dass er mich an besagtem Tag immer wieder beruhigt und damit vor einem Worse Trip bewahrt hat. Zudem hat er mir danach sehr dabei geholfen, die Dialoge zu rekonstruieren, die zur vorliegenden Geschichte geführt haben.

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Entspannt stehen wir am Grill vor dem Earthship. Gerade haben wir noch ein Radler aufgemacht und damit die Burger aus hundert Prozent laborgezüchtetem Fleisch begossen. Irgendwie muss ich ziemlich husten, als mir eine Schwade des Holzkohle-Rauchs in die Nase fährt. Ich merke ich plötzlich wie meine Beine wackelig werden, taumle nach hinten und lasse mich an dem um fünfundvierzig Grad ansteigenden Hügel ins Gras plumpsen. Praktisch, so eine Earthship-Wand!

Hypodingsbums

„Hoppla, jetzt hättest du dich fast auf mich draufgesetzt!“, protestiert eine leicht quäkende Stimme neben mir. Durch die Hustenattacke muss mir schwindelig geworden sein. Mein Gesäß schmerzt ein wenig.

„Erst walzt er mich fast platt und dann ignoriert mich dieser Idiot auch noch!“, quäkt es weiter. Ich schaue mich um, orientiere mich und bin verwundert.

[Grandhotel California]
Es ist der gleiche Raum, aber jemand muss mir einen wabernden Filter vor die Pupillen geschoben haben, der zu allen natürlichen Farben ein psychedelisches Pendant findet. War zuvor der Raum in ein sanftes türkises Licht getaucht, so hat er nun eine deutlich orange-gelbliche Färbung. Die zuvor satt-grünen Gräser, Moose und Farne erstrahlen nun leuchtend-rot und Pfützen und Schlick wabern in dunkel-violetten Tönen mit pinken Reflexionen.

[Entwicklungsaufgaben]
Es ist als hätte mir jemand einen wabernden Filter vor die Pupillen geschoben, der zu allen natürlichen Farben ein psychedelisches Pendant findet. War zuvor der Waldrand dominiert von einem sehr dunklen grün, so sind die Farben nun zum Leben erwacht. Türkisfarbene, teils ins Gelbe übergehende Bäume sind umgeben von dunkelroter Finsternis. Die zuvor satt-grünen Gräser, Moose und Farne erstrahlen leuchtend orange und pinke Meisen sind nicht weit vom Grill auf der Suche nach einem der übriggebliebenen hellblau wabernden Leckerbissen.

„Hey, Schwachkopf, ich rede mit dir! Das ist doch echt nicht zu fassen!“

Nun gelingt es mir endlich zu lokalisieren, wer mich da sprichwörtlich schief von der Seite anquatscht. In einem verschlungenen Gekröse-Haufen mache ich eine zu den Schallwellen passende Bewegung aus. Erstaunt stelle ich fest, dass neongrün-blaues Gekröse weit weniger abstoßend und ekelig wirkt als normales rosanes oder gar grün-gelblich-gräuliches Gewebe. Vorsichtig greife ich in den organischen Schmodder. Wie eine in Fäden verhedderte Marionette befördere ich ein absonderliches – nennen wir es ‚Wesen‘ – zutage. Wesen trifft es ebenso gut, wie man in einer Wolkenformation einen Drachen oder Hasen erkennt. Hier die Augen, da ein zusammengezogener Mund. Dieser kleine Dorn die Nase. Gesichter-Erkennung ist schon eine absonderliche Fähigkeit des Geistes!

Vorsichtig entwirre ich das Bündel mit der einen Hand, während ich die glipschig weiche Struktur am hinteren Teil des „Kopfes“ vorsichtig mit der anderen Hand fasse und oben halte. Das dabei nun ertönende Stöhnen und Grunzen lässt dann nachträglich doch noch ein bisschen Ekel aufkommen.

„Aaah, endlich! Jaaaa, gut! Weiter!“

Ich hebe die Kreatur noch ein Stück an und lasse die endlos vielen Ausfaserungen nach unten fallen, wie Spaghetti an einer Nudelzange. Nun entworren,  lege ich das Gekröse auf meinen angewinkelten Oberschenkeln ab. Das, was ich für die Frontseite halte, zeigt zu mir. Warum nur erinnert mich dieses Etwas auf so eigentümliche Weise  an meine Biopsychologie-Vorlesung an der Uni?

„Soooo hättest du dir mich nicht vorgestellt, was?“

„Wer bist du überhaupt?“
„Da hat er wieder gepennt in der Veranstaltung und selbst die farbigen Abbildungen im Birbaumer hat er sich nur mit halber Aufmerksamkeit angesehen! Jämmerlich!“

Nun geht mir ein Licht auf:

  • die großen hellbraunen Glupschaugen mit den großen imaginierten Pupillen – der Thalamus
  • die fleischigen Augenbrauen-Wülste drum herum: Pallidum und Globus Pallidus
  • die sich in der Mitte nach vorne biegenden Röhrchen mit rundem Knubbel am Ende: Fornix und Mamillarkörper
  • der kugelige Dorn, der dazwischen nach vorne ragt: Bulbus Olfactorius
  • der Teil, in den ich mir den kleinen Mund hineinimaginiere und der das seltsame Gesicht nach unten hin abschließt: die Pons
  • die sich nach vorn herausstülpenden… hm… „Bäckchen“: die Hippocampi mit der Amygdala als vorderen Teil;
  • das kleine Säckchen, das mittig unterhalb der Augen zu sehen ist: die HypophyseLimbisches System
  • die dicke gekräuselte weiche Struktur hinten: das Cerebellum alias Kleinhirn und schließlich
  • die vielen Fasern und der deutlich erkennbare etwas stärkere mittlere Strang – Rückenmark die zwölf Hirn-Nerven, Spinal-Nerven und Spinal-Ganglien.

Krass!

Gleichzeitig wird mir bewusst, dass sich mein Kopf um einiges leichter anfühlt – geradezu halb leer. „Du bist…“

„Jawohl, ich bin Dein Limbisches System!“

Warum schneidet mir dieses blöde Gekröse dauernd das Wort ab? „Klatschen kann ich grad nicht“, grunzt es mir entgegen. „Mann, hat das lange gedauert, aber besser spät als nie, ne?“ Der von mir imaginierte Mund verzieht sich zu einem gequälten Grinsen.

„Mögen mir die Götter gnädig sein!“, flüstere ich zu mir selbst, „ich beherberge ein glupschiges Etwas, das mit der Stimme von Waldorf spricht, einem der beiden alten Herren auf dem Balkon in der Muppet Show!“

„Und was soll dieses ganze Theater hier jetzt?“, frage ich.

„Das fragst du mich? Ich bin doch Deine Halluzination!“

[Grandhotel California]
Wieder Stille. „Passt dem feinen Herrn die Atmosphäre hier unten nicht?“

Tatsächlich war es mir ein bisschen zu feucht und zu kühl in diesem Kellerloch geworden.

[Entwicklungsaufgaben]
Wieder Stille. „Passt dem feinen Herrn die Atmosphäre hier draußen nicht?“
Tatsächlich war es mir ein bisschen zu feucht und zu kühl hier auf dem Gras geworden.

Ehe ich zu einem „Joah…“ ansetzen kann, finde ich mich in einem viktorianischen Ballsaal wieder, genau genommen: dem Ballsaal aus Stanley Kubricks Overlook-Hotel. Der Bar-Keeper in perfekt gebügeltem Smoking, jetzt fast menschlich, grinst mich an: „Ich hab mir auch mal was Bequemeres angezogen“.

Fortsetzung folgt : Verliebt

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Im Hörsaal – Entwicklungsaufgaben XII

Plot: Kati macht im Erdgeschoss-Hörsaal 3D-Aufnahmen, während Hugo im Keller-Hörsaal erschöpft vor lauter anstrengenden Gedanken die Augen zufallen.
Exkurse: „Telefon-Anrufe“ früher und heute, Geschlechter, Geschlechtsrollenstereotype, Geschlechtergerechtigkeit

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