g20k - Dilettanten gesucht

dilettarsi, ital. = sich erfreuen, herumbasteln

Kategorie: Mindset (Seite 1 von 2)

(C) MITOS GmbH, Spezialist für Röntgenanalyse, Kontrastverstärkung

Persönlichkeitspsychologie: Ist der Big Five irgendwie… wischiwaschi?

Während meines Psychologie-Studiums ging es relativ lange um das Thema Persönlichkeit und Persönlichkeitstheorien. Das hier dominierende Modell ist das der Big Five. Die Persönlichkeit jedes Menschen lässt sich, wie die Ergebnisse aus mehreren tausend (meist “westlichen”, d.h. europäischen oder amerikanischen) Studien zeigen, ziemlich gut mit fünf Beurteilungsdimensionen charakterisieren. Das klingt zunächst beeindruckend, aber es ist doch ein relativ unscharfes Bild, das sich daraus für den einzelnen ergibt.

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Das Kloster "La Sacra di San Michele" im Schnee, Elio Pallard, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

Reif fürs Kloster!

Ich glaub, ich geh ins Kloster, in eins, in dem “Lude et labora!” (lat. “Spiele und arbeite!”) statt “ora et labora”(lat. “Bete und arbeite!”) gilt. Hm, gibt es nicht? Dann wird’s vielleicht Zeit… Vielleicht hätte Herr Hüther ja Lust, der Prior zu werden?

Alter Wein in neuen Schläuchen? Jawoll, ja 🙂

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wetten dass?

Wetten dass

Schade, dass “die Geschichte” keine Wetten annimmt. Dabei ist es eins der spannendsten Dinge, hinsichtlich der Zukunft Wetten abzuschließen! Ich hoffe mal, dass bei der unten stehenden Wette nicht zu sehr der Wunsch der Vater des Gedanken ist. Wettet jemand dagegen?

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Dictyostelium

Dictyostelium – Biologie der Arbeitswelt

Schon mal an sich reproduzierende Proteine, Schleimpilze oder Brachiosauren gedacht, während Gedanken zur Arbeitswelt durch den Kopf fliegen? Nein? Komisch, eigentlich. Dabei haben doch Existenzgründer so viel mit den Vorstufen von Proteinen zu tun. Konzerne lassen sich gut mit den größten und schwersten Pflanzenfressern vergleichen, die unsere Erde je beherbergt hat. Und dann gibt es noch die bewundernswerten Schleimpilze der Gattung Dictyostelium.

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Ikigai – Der Grund, sich aufs Aufstehen zu freuen

Ikigai? Noch nie gehört? Ich auch bis vor kurzem nicht. Es gibt “Neuigkeiten”, bei denen ist es eigentlich schade, dass sie als Neuigkeiten gelten. Ikigai (ei-ki-gä-ai ausgesprochen) ist so eine.

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Das Liederfest - Üldlaulupidu

Üld-Üldlaulupidu – das globale Liederfest

Ich versteh nur Üldlaulupidu!

Alle fünf Jahre kommen die Esten seit Mitte des 19.Jahrhunderts auf dem Üldlaulupidu zusammen. Mit hunderten Chören feiern sie sich und ihre Traditionen.

Was wäre der nächste Schritt? Geht so etwas auch weltweit? Warum nicht! Müsste halt nur genug Menschen geben, die in so einer weltweiten Menschheitsfeier einen Sinn sähen… Dilettanten und Insulaner vielleicht?

Tausende Menschen aus vielen Ländern wählen über’s Netz Chor-Stücke der verschiedensten Musik-Stile aus. Sie bereiten sich in hunderten kleiner Chöre und Bands über mehrere Monate vor. Und schließlich treffen sie sich, drei Tage lang, an dem Ort, an dem die Esten bereits diese Tradition betreiben!

Aber hier wird nicht ein Land, hier wird der Mensch an sich gefeiert! Grund gibt es genug, seine kulturellen, seine sozialen, seine wissenschaftlichen und technischen Leistungen zum Beispiel. Hier wird gefeiert, dass die Menschheit schon viel geschafft hat: Pokemon Go, in weiße Folie eingepackte Parlamentsgebäude und Eigelb aus der Tube, zum Beispiel. Ein oder zwei Dinge zu erledigen gibt es natürlich auch noch, auch darüber kann man mal sprechen. Und es geht um Gemeinsamkeiten, gemeinsame Melodien und Texte zum  Beispiel.

In 10 oder 15 Jahren möchte ich auf dem Weg zum Flughafen von Talinn im Bus sitzen. So schnell vorbei ging es, das Üld-Üldlaulupidu! Aus dem Fenster möchte ich schauen und meinen Gedanken nachhängen…

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Bild unterliegt der Creativ Commons Lizenz: Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)

Flow is the answer

Krass, eine Schulklasse, die konzentriert lernt, von gelegentlichem Gelächter unterbrochen. Dabei hat der Lehrer bereits vor einer Stunde den Klassenraum verlassen.
Traumhaft, ein Team, das fokussiert und gemeinschaftlich daran arbeitet, eine Aufgabe zu erfüllen. Und die Stelle des Teamleiters ist vakant.
Faszinierend… ein Kind, das statt der für die Klausur erforderlichen 30 Seiten 50 Seiten liest und lernt. Und die Eltern haben ihm nicht eingepeitscht, dass man nur mit guten Noten einen Job bekommt, später.

Ist das nicht wie Weltfrieden – schön, aber unerreichbar, herrlich naiv und überaus illusorisch?

“Ha, als ob der Mensch arbeiten und lernen wolle! Zwingen muss man ihn zu seinem Glück. Einpeitschen muss man ihm die Disziplin dazu. Und wenn man nicht kontrolliert, dann tanzen einem diese Quälgeister sowieso auf dem Kopf herum.”

“Nääää…. Flow is the answer.”

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Gefühlswelten eines INFJ?

Im hier und jetzt? INFJ-Horror

Lebe im hier und jetzt, sagen sie. Dann bist du glücklich, sagen sie. Genieße den Moment, wabert es herüber. Sei im Moment! Sei der Moment!
Schlimm, wenn sich die Einsicht von hinten anpirscht, wie weit man davon entfernt ist, vom “hier” oder vom “jetzt”. Und je mehr einem die Gedanken dazu durch den Kopf schießen, desto mehr fasziniert, auf wie viele unterschiedliche Arten und weisen man von diesem “hier und jetzt” entfernt sein kann. Zudem beginnt man die Aufforderung herumzudrehen: “Muss es denn immer automatisch schlecht sein, nicht im “hier und jetzt” zu sein? Kann es vielleicht sogar Biografien, über Jahre gewachsene Erfahrungsstränge, geben, die es unmöglich machen, ins “hier und jetzt” zurückzukehren? Und ist das vielleicht auch gut so?

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self-driven learning und self-driven education

Self-driven learning

Neil deGrasse Tyson spricht von “self-driven education”; “Erziehung” – das ist schon ganz schön gewaltig. Da reden wir eben nicht nur über den selbst-betriebenen Wissenserwerb. Wir reden zudem von “Benehmen”, “Moral und Gewissen”, von “Zielen, Sinn und Ethik”. Auch über die Anwendung von Wissen und das Erlernen von Fertigkeiten reden wir. Vielleicht sollten wir diesen großen Klops zunächst mal etwas in kleinere Stücke zerhacken. Ich werde mich also in diesem Post nur mit “self-driven learning” auseinandersetzen. Wie funktioniert es und welche Anstöße sind vielleicht doch noch von außen notwendig?
Zur Vorwarnung: ich werde mich mit schiefen Metaphern zu Staubsaugern, Küchenrolle, Zeitungspapier und Butter gnadenlos der Lächerlichkeit preisgeben.

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Unendliches Spiel

Unendliches Spiel

Neulich ist mir im Anti-Uni-Blog der Begriff “unendliches Spiel” über den Weg gelaufen. Fast wäre es mir nicht mehr gelungen zu bremsen.

“Spiel” oder “Spielplatz” sind Metaphern, die mir oft in den Sinn kommen, wenn ich über g20k nachdenke. Ist es nicht genau das, gewissermaßen auf einem großen Projekt- und Aktivitätenspielplatz zu spielen? Naja, es ist natürlich ein sehr ernsthaftes Spiel, zuweilen.

Eine der Besonderheiten beim Spielen ist ja, dass es – zumindest im kindlichen Sinne – keinen Zweck verfolgt, keinen Nutzen hat. Ist das vielleicht die Fähigkeit der Dilettanten, in dem was sie tun nicht unbedingt einen äußeren Nutzen erkennen zu müssen?

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