g20k - Dilettanten gesucht

dilettarsi, ital. = sich erfreuen, herumbasteln

Schlagwort: Arbeit

Edward Scissorhands by Squiddy Johnson, fotografiert von MsSaraKelly; Shared under Creative Commons BY 2.0; Bildung, zumal die von heute, kann einen ganz schön trübe dreinschauen lassen

Bildung am ZIEL – Entwicklungsaufgaben XVI

Exkurse: Bildung als Kombination einer „Basis-Ausbildung“ und lebenslang vielen verschiedenen Impulsen, wieder etwas Neues kennenzulernen; positive Automatisierung
Plot:
Bei einem Spaziergang über den Herbstmarkt rückt Hugo unfreiwillig ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

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Gute Seelen? Gemälde: Henri Lebasque - Auf der grünen Bank, Sanary, 1911, Foto von Albertina pressoffice, Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“.

Hannah , Hektor und Hadia – drei gute Seelen

Kennen Sie Hannah, Hektor und Hadia? Nicht? Komisch. Vor hundert oder zweihundert Jahren waren sie zumindest ein paar Leuten bekannt. In hundert Jahren wird sie hoffentlich jeder im Viertel kennen. Sie sind das, was man gemeinhin vielleicht „Gute Seelen“ nennen würde.


Gute Seelen

Was versteh ich unter einer „guten Seele“? Ich meine damit Menschen, die jetzt nicht gerade den größten Ehrgeiz entwickeln, dem biegsam und abwaschbar entgegenzustreben, was in unserer Gesellschaft als ein „erfolgreiches Leben“ gilt. Manche von ihnen ecken immer wieder an, wenn man ihnen einen „Chef“ vor die Nase setzt. Mag sein, dass sie ein bisschen kauzig und eigensinnig sind.

Dafür brauchen sie meist nicht viel zum Leben. Sie träumen nicht von Karossen und Villen. Sie wollen einfach für sich einen Sinn finden, wollen das machen, was sie gut können und was ihnen Spaß macht. Und sie freuen sich, wenn es Leute gibt, die nicht versuchen, sie in Formen zu pressen wie das Kleinkind den Würfel durch das kreisrunde Loch. Viele von ihnen werden zu Löwen und Arbeitstieren, wenn man ihre Rolle wahrnimmt und schätzt.

Gute Seelen sind Leute, die an tausend Stellen hilfreich sind, an tausend Stellen das Leben etwas bunter, lebenswerter, nachdenklicher oder interessanter machen.

Hannah

Es gibt diese Bank im Park. Dort sieht man sie im Sommer oft wenn es warm ist. Manchmal sitzt sie alleine dort und strickt Socken und Pullover mit abenteuerlichen Mustern. Aber oft ist sie ins Gespräch vertieft mit Kindern, Müttern, Flüchtlingen, Alten, manchmal sogar mit ausgewachsenen Mannsbildern. Oft werden die Menschen zu ihr geschickt: „Frag mal Hannah, die hat da bestimmt nen Rat für Dich. Oder sie kennt jemanden, der Dir damit helfen kann!“

Viele Gruppen wurden dank Hannah gegründet, obwohl sie nie deswegen prahlt und von manchen gar nichts weiß. Der Junge, der so gerne mit Elektronik bastelt, dem hat sie von diesen „Repair-Cafés“ erzählt, von denen ihr wiederum andere erzählt hatten. Sie hat ihm gut zugeredet und ihn ermutigt, das doch auch mal zu probieren. Ein paar Monate später gab es eins, ein Mal pro Woche, im Jugendcafé.

Hannah hat etliche Tragödien verhindert und Leute vom Rande des Lebens wieder zurück in die Mitte gebracht. Der junge Trans-Mann aus dem Libanon zum Beispiel, der ganz unglücklich war, weil seine Beschäftigung als Dolmetscher bei der Flüchtlingshilfe ganz überraschend nicht verlängert wurde. Er hatte den Fehler gemacht, sich zu viel für Flüchtlinge zu engagieren. Die Chefs – leider entscheidend – fanden, es kämen von ihm zu wenige Ideen, was man noch in der Verwaltung unternehmen und wie man noch mehr Spendengelder eintreiben könnte. Hannah hat ihm dabei geholfen, sich davon zu überzeugen, dass es nicht wirklich sein Fehler war und ihn immer wieder aufgebaut. Schließlich konnte sie ihn sogar an eine andere Gruppe vermitteln, die tatsächlich seine Qualitäten als engagierter Übersetzer gebrauchen konnten.

Alles das fällt Hannah aber gar nicht so sehr auf. Sie strickt, läuft herum, plaudert mit diesem und jenem, backt für dieses Fest einen Kuchen und für jenes Weihnachtsgebäck, verbreitet positive Stimmung und wird davon selbst wieder angesteckt.

Hektor

In der Staatsbibliothek rechts hinten, da gibt es einen Raum, in dem sitzt Hektor. Man denkt jetzt vielleicht an ein Büro, aber nein, weit gefehlt. Es ist der kleine Raum, in dem die Bände zum Thema „Slawische Frühgeschichte“ stehen. Nur selten verirrt sich ein Historiker oder Archäologe hierher. Stattdessen sitzt hier meistens Hektor, als sei es sein Büro. Ganz dreist hat er sich sogar einen „Besucherstuhl“ besorgt, den er allerdings niemals so nennen dürfte. Hektor ist ein Inkognito-Universalgelehrter, den es so eigentlich gar nicht geben dürfte, wie James Croll, von dem Bill Bryson in „Eine kurze Geschichte von fast allem“ erzählt.

Hektor hat oft Besuch. Dabei ist er dafür berüchtigt, dass er Leute noch Jahre später in ihren Alpträumen besucht, die ihn einfach nur konsultieren, um sich um Lernarbeit herumzudrücken.

Viel los, im Raum für „Slawische Frühgeschichte“

Den anderen hat er bereits in hunderten Fällen dabei geholfen, die Gliederung vom Kopf auf die Füße zu stellen. Oder er hat das schlagende Argument für den Prof geliefert, um statt des erzwungenen Themas dann doch ein erwünschtes Thema zu bearbeiten. Er hat dabei geholfen, ausgefallene Experimental-Designs auszuhecken. Einige Grundsatzarbeiten haben durch seine Kritik eine komplett neue Ausrichtung erfahren.

Dazu die „Joint-Ventures“ : nicht selten fällt Hektor, wenn ganz unterschiedliche Leute gerade versuchen, ein sehr ähnliches Problem zu lösen.  Das ist dann der Moment, wo Hektor behutsam seine Fühler ausstreckt, ob da nicht eine Zusammenarbeit möglich wäre. Wenn Hektor nur wüsste, dass schon drei Teams, die er zusammengebracht hat, große Forschungserfolge verzeichnen konnten!

Etliche Projekte hätten nicht das Licht der Welt erblickt, hätte Hektor nicht dazu ermuntert, „das doch einfach mal auszuprobieren“. „Das klappt schon, so oder anders. Du wirst schon sehen!“

Ihm ist es auch zu verdanken, dass etliche Historiker und Pädagogen plötzlich mit statistischen Methoden experimentieren und einige Statistiker jetzt anfangen, sich auf Isaak Asimovs Spuren zu begeben. Ob das allerdings so eine gute Idee ist, da ist sich Hektor noch nicht so sicher.

Eigentlich ist Hektor aber selbst mit Experimentalstudien und Abhandlungen zu Lieblingsthemen zwischen Psychologie, Statistik und IT beschäftigt. Inzwischen hat er auch schon einige wenige Publikationen veröffentlicht. Neue Fachjournale im Netz machen es möglich. Denen ist es egal, ob Arbeiten von renommierten Wissenschaftlern oder Menschen in Bibliotheksräumen für „Slawische Frühgeschichte“ kommen, solange diese Arbeiten gängige wissenschaftliche Standards erfüllen und in irgend einer Hinsicht erkenntnisreich sind.

Hadia

Sie saß wochenlang nachts auf dem Marktplatz, machte ein Lagerfeuer auf einer Glasplatte (von der Gemeinde genehmigt) und notierte sich kurze Stichwörter von den Themen, über die Passanten mit ihr sprachen, wenn sie sich über kurz oder länger zu ihr gesellten. Jeweils mit eigenem Stil arbeitete sie dann die Stichwörter in die im Glas hinterlassenen Brandreste ein, fixierte alles und stellte die Ergebnisse aus.

Gegen den Baustellen-Lärm und den ganzen Staub und die Abgase der im Stau stehenden Autos macht sie Fotos. Diese zerstückelt sie in kleine Aufkleber-Quadrate und beklebt öffentliche Flächen damit. „Manchmal muss man Verschmutzung mit Verschmutzung bekämpfen“, sagt sie. Auch von der ‚doppelten Verschmutzung‘ macht sie Aufnahmen.

Sie fügt sich ein, in „unvollständige“ Infrastruktur, Lücken zwischen Mauern und Brücken zum Beispiel. Sie wird zum lebendigen Verbindungsstück zwischen zwei Häusern und einem unterbrochenen Mauerstück. Dabei trägt sie eine Augenbinde und Ohrenstöpsel. Sie möchte testen, inwiefern sie wirklich „ein Teil der Struktur werden kann“. Die einen halten sie für verrückt und rufen die Polizei. Die anderen nehmen dank ihr wahr, dass da tatsächlich etwas fehlt. Sie werden aufmerksam auf die Brüche in der Alltagsarchitektur. Auch menschliche „Lückenfüller“ erfahren dank ihrer Arbeit mehr Aufmerksamkeit. Klar ist es abgefahren. Aber was für ein Grund soll das sein, das deshalb nicht zu machen?

Haben Sie das Bild auch in violett?

Sie hasst es, wenn Kunst zu Dekoration verkommt, die keinen Anlass mehr gibt, sich damit zu beschäftigen, außer einem drögen „ach ist das schön!“. Sicher, man muss von irgend etwas leben; dennoch verachtet sie den Kommerz. Es ist immer die gleiche Frage: „Prangt schon vorher am Kunsterk ein dickes „sponsored by“ oder geht es erst nachdem man in Vorleistung gegangen ist, darum jemand zu finden, der meint, die Kunstwerke wären eine lohnende Geldanlage.

Sie liebt Guerilla-Aktionen, solche die noch lange im Gespräch bleiben und Diskussionen anstoßen. Das Laub in der UBahn: Nicht so toll für die, die aufräumen müssen. Dafür ist die Message zu schwach. Aber [[https://www.welt.de/vermischtes/article152343238/Wer-richtete-das-Zimmer-im-U-Bahn-Schacht-ein.html|das Zimmer im UBahn-Schacht], da steckt doch eine Aussage dahinter.

Jedenfalls hat sie schon Tausende aus ihrer täglichen Routine gerissen und ins Gespräch gebracht. Sie hat hunderte dazu ermutigt, auch über etwas nachzudenken oder gar tätig zu werden. Hunderte haben sich von ihr inspirieren lassen, wie sie nach Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen. Zehntausende sehen ihre Posts in den sozialen Medien und beginnen Dank ihr den Tag mit einem grinsenden Kopfschütteln.

Mit ihren exzentrischen Illustrationen in Büchern, eBooks und Blogs hat sie Millionen die Lektüre versüßt und den Inhalten noch einen zusätzlichen Kick gegeben.

Schwer vermittelbare Langzeit-Schicksale

Herr Müller

Der feine Herr Müller von der Bundesagentur für Arbeit hat sich wirklich alle Mühe mit Hannah gegeben:

Für ein Psychologie-Studium reicht die Abiturnote nicht. Blöder Numerus Clausus! Aber sie will ja auch nicht den ganzen Tag im 45 Minuten-Takt mit Angst-, Zwangs- und Panik-Klienten sprechen. Es ist doch das vielfältige Leben, das sie interessiert.

Sie könnte sich natürlich auch als „Life Coach“ selbständig machen. Am besten sie lässt sich mit ein bisschen Venture Capital helfen. Dann reicht es auch für eine vornehme Praxis am Kudamm mit Marmor in der Eingangshalle.  Aber es ist nicht ihr Ding, einen auf Guru zu machen und die neuste Meditationsmethode aus Asien gegen viel Geld unters Volk zu bringen. Außerdem sind ihr doch die Leute hier im Viertel wichtig und wer von denen soll denn bitteschön einen „Life Coach“ bezahlen? Auf irgend einen Beruf, wo sie dann auch noch am besten nach Feierabend ein paar Minuten mit ihren Schützlingen sprechen könnte, weil dafür vorher die Prozesse keine Zeit lassen, hat sie keine Lust. Der Bezirk würde sie ja gerne für das Kiez-Büro gewinnen, aber mit Computern und Verwaltung hats Hannah jetzt wirklich nicht so dicke. Sie will ihre Zeit nicht mit Statistiken verbringen, sondern mit Menschen!

Schließlich bliebe noch – zumindest für’s kommende Jahr – zur Güte – ein 1-Euro-Job, wo sie im Bezirk Müll und sonstigen Unrat auflesen könne; da bliebe dann ja auch Zeit, sich noch ein paar Minuten auf die Bank zu setzen.

„Sie machen es mir wirklich nicht leicht“, seufzt Herr Müller resigniert. Sie sind – sehen wir den Tatsachen ins Auge – wirklich eine sehr schwer zu vermittelnde Langzeitarbeitslose. Ich werd mal versuchen, Sie kommende Woche mal wieder in ein Bewerbungstraining zu stecken. Und in einem Monat versuchen wirs nochmal mit einem Kurs in ‚Selbstpräsentation und selbstbewusstes Auftreten‘. Wenn Sie erwarten, dass die Gesellschaft Sie fördert, dann müssen Sie ihr aber auch mal was zurückgeben, Hannah!“

Frau Maier

Die feine Frau Maier ist frustriert. Hektor auch. Eine Zeit lang war er ja dazu bereit, sich auf eine Beschäftigung als Halbtagskraft am Lehrstuhl anstellen zu lassen, aber dieser ganze Verwaltungskram! Stipendien-Bewerbungen hier, Fördergelder von der EU da, Selbstpräsentation bis der Arzt kommt, sowieso.

Nach seinen Forschungsinteressen fragt keiner. Und für das, was er am liebsten tut, nämlich sich die Konzepte anderer zeigen zu lassen und mit ihnen zu beratschlagen, wie man das besser machen könnte, dafür hat er keine Zeit mehr und er bekommt immer noch kein Geld dafür. Geld, im übrigen, das ohnehin nur knapp zum Leben reicht. Er könnte das natürlich auch für „Reiche“ gegen ein üppiges Salär anbieten. Oder gleich als Ghostwriter wissenschaftliche Arbeiten für ambitionierte Politiker und Privatwirtschaftler schreiben, die gerne mit „Herr Doktor“ angeredet werden möchten. Aber damit würde er doch all seine Ideale verraten und noch dazu ein ohnehin schon marodes System weiter in den Ruin treiben… Frau Maier sagt er lieber nichts von dieser Idee.

Sie doziert gerade darüber, dass seine paar Publikationen nicht ausreichen, um irgendjemanden hinter dem Ofen hervorzulocken. Und eine lange Publikationsliste ist das A und O heute, um irgendwohin zu kommen. Die gleichen Ergebnisse immer wieder in der hundertsten Variante aufzuarbeiten, das müsse halt einfach sein.

Frau Maier ist jetzt kurz davor, Hektor doch wieder von der universitären Beratung an die Agentur für Arbeit zu übergeben. Sollen die sich doch mit diesem „schwierigen Fall“ abgeben, der sich so standhaft weigert, einfach das zu forschen, was der vorgesetzte Prof will, dass geforscht wird.

Frau Kuszinski

„Diese Künstler! Sie kann wunderbar mit Metall arbeiten, aber in einer Werkstatt oder am Fließband will sie nicht anfangen! Sie kennt sich mit Internet aus und kann gut fotografieren, aber die Produktfotos für einen Online-Katalog will sie nicht schießen. Ja was soll man denn mit einem Menschen tun, der sich gegen jedwede redliche Arbeit so standhaft wehrt? Was sollen wir denn als Staat mit diesen ganzen Künstlern anfangen? So viele hässliche Metall-Statuen in Ministerien-Hinterhöfen braucht doch kein Mensch!“

Mit gespielter Anteilnahme hört die Kollegin Frau Kszinskis Klagelied zu. Hadia ist schon längst wieder draußen auf dem Gang und schüttelt hilflos mit dem Kopf. Wenn sie schon diese verständnislosen weit aufgerissenen Augen der Sachbearbeiterin sieht, dann vergeht ihr schon die ganze Lust auf Behörde, die sie niemals hatte… vielleicht sollte sie doch nochmal einen Projektantrag bei der McDonalds-Foundation  einreichen?

Hackts?

Wir brauchen ganz dringend ein Bedingungsloses Grundeinkommen.


Quellenverweis:
Henri Lebasque – Auf der grünen Bank, Sanary, 1911, Foto von Albertina pressoffice
Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“.

Bild des mechanischen Drachen Long Ma von LeMachine, Nantes

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