Laut Wikipedia (31.05.2015) üben Dilettanteneine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft. Dabei kann er [der Dilettant] vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben“.

Wo im Original allerdings nun die Einschränkung kommt, dass das Gegenteil der „Fachmann“ ist, der sich mit dem Thema beruflich beschäftigt oder der eine einschlägige Ausbildung hat, würde ich hier von der Definition abweichen wollen:

Im Sinne dieser Seite darf ein Dilettant gern auch trotz professioneller Ausübung weiterhin ein Dilettant bleiben. Ausbildung und Beruf sollten es nur nicht geschafft haben, ihm Interesse, Vergnügen und Leidenschaft abzugewöhnen.

Warum werden nun Dilettanten gesucht?

Weil Dilettanten eine seltene Zunft sind, wie mir scheint, zumal wenn sie

  • nicht nur einen, sondern mehrere Bereiche dilettieren,
  • nicht nur die selbst empfundene Begeisterung, sondern auch die Begeisterung anderer kickt
  • auch noch den sozialen Willen mitbringen, sich auf einander einzulassen, trotz allen Selbstbewusstseins, aller Introversion oder allen Bedürfnisses, das eigene Ding durchzuziehen.

Vielleicht bemerkt man Dilettanten auch deshalb so selten, weil ein gutes Marketing wichtiger ist als ein gutes Produkt, eine billiges Schnell-Schnell besser als ein teureres Gründlich, ein Vertriebsmonopol wichtiger als ein Produkt, das sich selbst vertreibt.

Worum geht es auf dieser Seite hier?

Es geht um eine Wette. Es geht darum, zurück und gleichzeitig vorwärts ins Kloster zu gehen. Viele haben sich damit arrangiert, dass alles so ist wie es nun mal ist und dass alles wohl irgendwie auch so sein muss. Mir fehlen neue Ideen, neue Versuche, neue Richtungen, neue Vorschläge, vielleicht auch solche, die auf den ersten Blick naiv oder weltfremd wirken.

Und ich will diskutieren. Ich will eine neue Streit- und Debattenkultur. Ich bin dieses höfliche „öhm, nett!“ satt, das an vielen Stellen zum pluralistischen Default geworden ist. Viel lieber würd ich öfters mal ein „Ui, das ist aber Kacke!“ hören, samt versöhnlichem Gesichtsausdruck und einem langen produktiven Gespräch.

Erkennen sich Dilettanten als Dilettanten?

Vermutlich werden sie sich am Wort stoßen, ähnlich wie man sich am sehr verwandten Wort „Nerd“ stoßen kann. Dabei sollte es nicht mehr als ein erster Wurf oder ein erster Vorschlag sein, der auch etwas Aufmerksamkeit erregt.  Das Erstaunliche am Wort ist ja, dass es sich von seiner ursprünglich schönen Bedeutung gewandelt hat, fast bis zum Gegenteil. „Dilettant“ im heutigen Sinne ist eben nicht der, der aus Leidenschaft kocht, sondern der, der mit Fertigzutaten eine Mahlzeit kaum erkennbaren Geschmacks und zweifelhafter Konsistenz produziert. Vielleicht kann man das wieder umkehren? Oder dann doch ein besseres Wort finden?

Erkennen sich Dilettanten gegenseitig?

Erkennen sich „Infinite Spieler“ gegenseitig? Nehmen wir an, eine Person bezeichnete sich selbst als leidenschaftliche Wissenschaftler und/oder Künstler, Techniker, Wirtschaftler, Jurist, etc. Würde diese Person jemand anderen relativ schnell als Dilettant erkennen? Würden sie sich gut verstehen? Ich würde es hoffen. Sie würden streiten, debattieren, sich schon beinahe argumentativ an die Gurgel gehen über dieses oder jenes, aber vermutlich könnte man sie relativ schnell wieder einfangen damit, dass sie aller bestes Dilettantentum verbindet.

Aber was sollten Dilettanten tun wenn sie sich träfen?

Ja klar, Kaffee, Tee, Bier, Gin Tonic trinken und sich freuen. Wenn sie Ansatzpunkte fänden, dann könnten ggf.  aus zwei einzelnen Personen mit zwei einzelnen Ideen oder „Projekten“ eine Gruppe von zwei Personen werden, die zusammen an zwei Projekten arbeitet, wobei ein jeder bei seinem Projekt den Hut auf hat und der andere unterstützt,  wodurch plötzlich für beide Projekte die Chancen der Verwirklichung drastisch steigen dürften.

Wie es sonst noch weitergehen könnte, lässt sich im Artikel „Roadmap oder Roadmovie“ nachlesen.

Warum g20k?

g20k ist eine Abkürzung, die ganz am Anfang im Gespräch mit einer befreundeten Dilettantin fiel, als möglicher Name für die Ideenwolke, die hier auf diesem Blog beschrieben wird.

Es dürfte ein zentrales Merkmal des Dilettanten sein, dass für ihn Landes- und Kulturgrenzen eher theoretische Konstrukte sind und es vielmehr darum geht, bei vielen Problemen eine global optimale Lösung zu finden, da es auf lange Sicht in vielen wichtigen Themen eben nicht darauf ankommt, wer auf wessen Kosten gewinnt, da entweder alle gewinnen oder alle verlieren. Und so gab es  die folgende Überlegung:

Es ist doch eigentlich komisch, dass 20 Regierungschefs, mehr oder weniger auf die Interessen ihrer eigenen Länder bedacht, über die Geschicke dieser Welt entscheiden. Das müssten doch eigentlich vielmehr 2.000, 20.000, 2 Milllionen, ja 7,5 Milliarden Menschen sein. Zumal man ja den Eindruck bekommt, dass da  eben nicht Menschen sitzen, denen der Klimawandel, etc.  am Herzen liegt. Im Zweifel wiegen die heimische Auto- oder Rüstungslobby oder das stramm konservative Wähler-Klientel schwerer.

Und da wir diesen Regierenden gerne gezeigt hätten, dass es auch anders geht – ganz praktisch und im Kleinen, kam g20k ins Spiel. Da wir weder zu bescheiden noch zu anmaßend sein wollten, meinten wir, dass 20.000 Dilettanten nach ein paar Jahren doch gar nicht so schlecht wären, die Gruppe der 20.000, gewissermaßen, die zwar weit weg von Regierungsämtern und noch weiter weg von der G20 ist, aber dennoch versucht, im Kleinen das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. g20k.

Was genau ist g20k bzw. was will g20k sein?

Eine Loge? Oder eine NGO? Ein Club? Eine Webseite?

Unendliches Spiel

Und was sind die Ziele von g20k?

Die wichtigsten Stichworte sind Selbstbestimmtheit, Spass und Sinn – vor allem in Bezug auf Wissenschaft ( + Technik und Lehre), Kultur, Politik und Wirtschaft.

Was ist dieses komische grüne Foto oben auf der Seite?

Das ist Dyctiostelium, ein ganz spezieller Schleimpilz. Als Spore durch die Luft gewirbelt wächst er schließlich zu einzelligen Amöben heran, die im Boden leben. Wenn diese einzeln nur noch schwer Nahrung finden, schließen sie sich zu einem vielzelligen Körper (soziale Amöbe) zusammen. Dieser kann sich schneller bewegen als die einzelnen Zellen. Zudem besitzt dieser zusammengesetzte Organismus die Fähigkeit, einen Fruchtkörper auszubilden. Dieser wiederum ist in der Lage, neue Sporen in die Luft zu blasen und damit die Grundlage für neue Einzeller an anderen Plätzen zu legen. Das ist doch für eine Gruppe von Dilettanten eigentlich ein ganz nettes Bild, oder?

Und wer ist der Autor?

Andi Lettt, |ng0 βeyer|ein oder vielleicht ist das auch gar nicht sooo relevant.

  1. Wäre total doof, wenn jemand das hier Beschriebene lieber oder weniger gern mögen würde, nur weil er den Autor als reale Person kennt, mag oder nicht mag.
  2. Der Autor möchte mit seiner Person nicht über Gebühr in Erscheinung treten, da ihm – Dilettant – die Sache wichtig ist und nicht der Umstand, dass er jetzt bli..bla..blubb.
    Möge mich das Schicksal mit Tinnitus und Tourette gleichzeitig strafen, sollte ich da je Eitelkeiten entwickeln. Gustav Landauer, von dem ich erst in den letzten Tagen erfahren habe, und viele andere dazu waren sowieso viel früher dran. 🙂

Und wie ist das mit Urheberrecht und Datenschutz?

Creative Commons Lizenzvertrag
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